Juli ist weg. Die Polizei ist überzeugt, dass sie ermordet wurde. Der Hauptverdächtige: Ausgerechnet ihr eigener Vater. Während die Familie unter den Anschuldigungen zerbricht, versucht Julis jüngere Schwester Anna stark zu sein – für ihre Eltern, die an der Trauer ersticken. Vor allem aber für ihren kleinen Bruder, der noch nicht begreift, dass Juli nie mehr zurückkommen wird. Als die Ermittlungen kurz vor dem Durchbruch stehen, muss Anna sich eingestehen, dass der Albtraum für ihre Familie noch nicht vorbei ist.
Er hat gerade erst angefangen.
Er hat gerade erst angefangen.
Rezension:
Juliane Brunner ist seit anderthalb Jahren verschwunden. Ihre Familie ist an dem Verlust zerbrochen. Der Vater wird verdächtigt, seine Tochter getötet zu haben und ist in Untersuchungshaft. Die Mutter, die bereits davor depressiv war, hat sich lethargisch in ihre eigene Welt zurückgezogen. Julis jüngere Schwester Anna kümmert sich so gut es geht um den kleinen Bruder Leon und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser.
Kurz vor Anklage des Vaters ergeben sich neue Spuren in dem Fall. Wohnung und Keller der Familie werden erneut durchsucht und lassen Erschütterndes zu Tage treten. Während Anna weiterhin an die Unschuld ihres Vaters glaubt, geht die Polizei nun davon aus, dass es sich bei dem Familienvater um einen Serienmörder handeln könnte.
Der Roman wird wechselseitig aus der Perspektive der Schwester der Vermissten und der leitenden Ermittlerin in dem mutmaßlichen Mordfall, Katharina Engels, geschildert. Die Kapitel sind kurz und enden häufig mit Cliffhangern, was für Dynamik und anhaltende Spannung sorgt.
Juliane Brunner ist seit anderthalb Jahren verschwunden. Ihre Familie ist an dem Verlust zerbrochen. Der Vater wird verdächtigt, seine Tochter getötet zu haben und ist in Untersuchungshaft. Die Mutter, die bereits davor depressiv war, hat sich lethargisch in ihre eigene Welt zurückgezogen. Julis jüngere Schwester Anna kümmert sich so gut es geht um den kleinen Bruder Leon und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser.
Kurz vor Anklage des Vaters ergeben sich neue Spuren in dem Fall. Wohnung und Keller der Familie werden erneut durchsucht und lassen Erschütterndes zu Tage treten. Während Anna weiterhin an die Unschuld ihres Vaters glaubt, geht die Polizei nun davon aus, dass es sich bei dem Familienvater um einen Serienmörder handeln könnte.
Der Roman wird wechselseitig aus der Perspektive der Schwester der Vermissten und der leitenden Ermittlerin in dem mutmaßlichen Mordfall, Katharina Engels, geschildert. Die Kapitel sind kurz und enden häufig mit Cliffhangern, was für Dynamik und anhaltende Spannung sorgt.
Annas Verzweiflung über den Verlust der Schwester und die Last der Verantwortung für die Familie ist spürbar. Ihr Leben scheint damit komplett aus den Fugen geraten, denn in ihrer freien Zeit beschäftigt sie sich unaufhörlich damit, den wahren Täter zu finden.
Währenddessen ermittelt die Polizei in dem Fall weiter, der nicht nur mit dem Fund von Überresten eines Skeletts im Keller der Familie Brunner, sondern auch mit einem weiteren Leichenfund im Umkreis der Familie eine überraschende Wende erhält.
"Weil sie lügt" ist eine Spurensuche aus zwei Perspektiven, die sich unerwartet und wendungsreich entwickelt. Nicht nur aufgrund des Titels fragt man sich, wem zu trauen ist und bei welchen neuen Erkenntnissen, es sich um falsche Fährten handelt. Der Fall der vermissten Juliane wird größer, als gedacht, offenbart Verzweiflung und dunkle Geheimnisse. Dabei ist der Roman mehr als nur ein Thriller mit spannenden Ermittlungen, handelt er doch auch von einer gebrandmarkten Familie, falschen Verdächtigungen und der Last von Schuldgefühlen, die Emotionen wecken und bietet damit die perfekte Mischung aus Spannung und Drama.


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