Nach zwölf Jahren hinter Gittern kehrt Arlo Hackett in seine australische Heimatstadt Yulara zurück – ein Ort, dessen Bewohner ihn einst verurteilten und verstießen. Damals wurde er der Beihilfe zu einem schweren Verbrechen beschuldigt, das sein Bruder Luke begangen haben soll. Doch Arlo hat nie an Lukes Schuld geglaubt und will nun herausfinden, was wirklich passiert ist. Aber die Menschen in Yulara begegnen ihm mit Misstrauen und Feindseligkeit. Wer lügt, wer verschweigt etwas – und wem kann Arlo überhaupt noch trauen? Während er sich seinen schmerzhaften Erinnerungen stellt und der Wahrheit immer näherkommt, gerät sein Leben erneut aus den Fugen. Zwischen Verrat und Schuld muss er sich die Frage stellen, ob Vergebung möglich ist – oder ob sie alles zerstört, was ihm noch geblieben ist.
Rezension:
Arlo Hackett wird nach zwölf Jahre Haft aus dem Gefängnis entlassen und kehrt in seinen Heimatort Yulara zurück, wo er nicht gerade mit offenen Armen empfangen wird. Die Menschen begegnen ihm feindselig und beschimpfen ihn als Pädophilen. Sein jüngerer Bruder Luke wurde damals wegen Vergewaltigung und Mordes einer 17-jährigen Schülerin beschuldigt und kam während der Vernehmungen ums Leben, bevor ihm der Prozess gemacht werden konnte. Arlo wurde wegen Beihilfe verurteilt.
Arlo hat nie an die Schuld seines Bruders geglaubt, der wegen Komplikationen bei der Geburt von klein auf geistig beeinträchtigt war. Diese Hilflosigkeit und Einfalt wurde ihm offenbar zum Verhängnis. Ein Brief, den Arlo in seinem Elternhaus findet, lässt weitere Zweifel in ihm aufkommen, dass es sich bei Luke um den Täter handelt. Trotz der Ablehnung der Kleinstadt beginnt er zu recherchieren und hat dabei Rückhalt von seiner Freundin Helen, die ihm Hunderte Briefe während seiner Haft geschrieben hat und seiner Anwältin Camille.
"Bruderherz" ist, anders als angenommen, kein Thriller, sondern ein Kleinstadtdrama über Ungerechtigkeit, Schuld und die Suche nach Wahrheit mit einem stetigen Spannungsaufbau.
Der Roman ist atmosphärisch geschildert. Die Enge der Kleinstadt ist spürbar und wirkt sowohl beklemmend als auch bedrohlich. In kurzen Kapiteln aus der Sicht von Arlo erzählt, erfolgt ein stetiger Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Während Arlo sich wieder an ein Leben auf freiem Fuß gewöhnen muss und statt einer zweiten Chance mit Schikanen der Bewohner Yulara konfrontiert wird, erinnert er sich an die Zeit vor deiner Inhaftierung und insbesondere an die Monate vor Saxons Tod.
Auf diese Weise offenbaren sich nach einem langen Vorlauf allmählich Details über die Tatnacht und die Involvierung Lukes und Arlos, was bei eingefleischten Thriller-Lesern Geduld erfordert.
Arlo Hackett wird nach zwölf Jahre Haft aus dem Gefängnis entlassen und kehrt in seinen Heimatort Yulara zurück, wo er nicht gerade mit offenen Armen empfangen wird. Die Menschen begegnen ihm feindselig und beschimpfen ihn als Pädophilen. Sein jüngerer Bruder Luke wurde damals wegen Vergewaltigung und Mordes einer 17-jährigen Schülerin beschuldigt und kam während der Vernehmungen ums Leben, bevor ihm der Prozess gemacht werden konnte. Arlo wurde wegen Beihilfe verurteilt.
Arlo hat nie an die Schuld seines Bruders geglaubt, der wegen Komplikationen bei der Geburt von klein auf geistig beeinträchtigt war. Diese Hilflosigkeit und Einfalt wurde ihm offenbar zum Verhängnis. Ein Brief, den Arlo in seinem Elternhaus findet, lässt weitere Zweifel in ihm aufkommen, dass es sich bei Luke um den Täter handelt. Trotz der Ablehnung der Kleinstadt beginnt er zu recherchieren und hat dabei Rückhalt von seiner Freundin Helen, die ihm Hunderte Briefe während seiner Haft geschrieben hat und seiner Anwältin Camille.
"Bruderherz" ist, anders als angenommen, kein Thriller, sondern ein Kleinstadtdrama über Ungerechtigkeit, Schuld und die Suche nach Wahrheit mit einem stetigen Spannungsaufbau.
Der Roman ist atmosphärisch geschildert. Die Enge der Kleinstadt ist spürbar und wirkt sowohl beklemmend als auch bedrohlich. In kurzen Kapiteln aus der Sicht von Arlo erzählt, erfolgt ein stetiger Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Während Arlo sich wieder an ein Leben auf freiem Fuß gewöhnen muss und statt einer zweiten Chance mit Schikanen der Bewohner Yulara konfrontiert wird, erinnert er sich an die Zeit vor deiner Inhaftierung und insbesondere an die Monate vor Saxons Tod.
Auf diese Weise offenbaren sich nach einem langen Vorlauf allmählich Details über die Tatnacht und die Involvierung Lukes und Arlos, was bei eingefleischten Thriller-Lesern Geduld erfordert.
Bei diesem Kriminalfall stehen die Emotionen stark im Vordergrund. Die Schilderungen von Polizeiwillkür und Polizeigewalt, von Missbrauch und Drohungen, Ausgrenzung und Vorverurteilung rufen Wut und Verzweiflung hervor. Daneben bewegen Arlos Schuldgefühle, der sich vorwirft, seinen kleinen Bruder und die jüngere Saxon nicht geschützt zu haben.
Die Suche nach Wahrheit und Gewissheit ist spannend, auch wenn ein Twist ausbleibt.





