Gefangen im eigenen Haus: Bei einem Unfall verliert die junge Innenarchitektin Viola Decker ein Bein – und plötzlich besteht ihre Welt nur noch aus Hindernissen. Zwar kümmert ihr Mann Adam sich rührend um sie; mit dem barrierefreien Umbau ihres abgelegenen alten Hauses scheint er es allerdings nicht eilig zu haben. Viola sitzt buchstäblich im Erdgeschoss fest, alleine mit einer wortkargen Pflegerin, von der sie sich ständig überwacht fühlt.
Und immer wieder verschwinden wichtige Dinge aus Violas Reichweite. Um nicht lange danach suchen zu müssen, stattet sie sie mit winzigen GPS-Trackern aus. Als Adams Verhalten sich zu verändern beginnt und er immer häufiger spät nach Hause kommt, beginnt sie heimlich, auch ihn zu tracken, und entdeckt schon bald beunruhigende Muster. Offensichtlich belügt er sie über seinen Tagesablauf – und nicht nur er. Warum? Mit jedem Tag und jeder Lüge wächst in Viola ein furchtbarer Verdacht.
Und immer wieder verschwinden wichtige Dinge aus Violas Reichweite. Um nicht lange danach suchen zu müssen, stattet sie sie mit winzigen GPS-Trackern aus. Als Adams Verhalten sich zu verändern beginnt und er immer häufiger spät nach Hause kommt, beginnt sie heimlich, auch ihn zu tracken, und entdeckt schon bald beunruhigende Muster. Offensichtlich belügt er sie über seinen Tagesablauf – und nicht nur er. Warum? Mit jedem Tag und jeder Lüge wächst in Viola ein furchtbarer Verdacht.
Rezension:
Viola und ihr Ehemann Adam haben ein altes Haus in einer abgelegenen Gegend gekauft. Kurz bevor die Renovierungsarbeiten beginnen, ereignet sich ein Unfall im Weinkeller, bei dem Viola schwer verletzt wird und ihr linkes Bein verliert. Nach dem Krankenhausaufenthalt kümmert sich eine Pflegerin rund um die Uhr um Viola, doch statt Unterstützung zu erhalten, fühlt sich Viola wie eine Gefangene. Ihr Mann scheint Otilia genau zu diesem Zweck engagiert zu haben und es zudem nicht so genau mit der Wahrheit zu nehmen.
Mit Hilfe von Trackern beginnt Viola Adam zu überwachen und sieht sich bald darin bestätigt, dass ihr Ehemann sie ganz offensichtlich belügt. Während Viola versucht herauszufinden, was dahinter steckt, erinnert sie sich daran, dass auch sie ihre Geheimnisse hat.
Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Viola geschrieben, so dass Wut, Trauer und Hilflosigkeit, aber auch eine enorme Entschlossenheit unmittelbar nachvollziehbar sind. Viola kann niemandem vertrauen und lange ist unklar, was dahinter steckt.
Ohne dass sich in dem Roman viel ereignen muss, ist die Geschichte packend geschildert und von einer anhaltenden unterschwelligen Spannung geprägt. Viola ist als gehandicapte Frau in ihren eigenen vier Wänden gefangen, fühlt sich bevormundet und überwacht. Die Pflegerin mutiert zur Wärterin, macht geflissentlich ihre Arbeit, ist aber wortkarg und gefühlskalt. Adam glänzt durch Abwesenheit und versucht jeden Heilungsfortschritt Violas zu verhindern, wobei er die Einschränkungen mit Fürsorge entschuldigt. Nur mit Hilfe von moderner Technik gelingt es Viola ein Gefühl dafür zu behalten, ihr Leben nicht vollständig aus den Händen gegeben zu haben.
"Das Signal" ist eine Geschichte voller Misstrauen und Lügen. Viola fürchtet um ihr Geheimnis, Otilia ist undurchsichtig und Adam mimt offenbar nur den liebevollen Ehemann. Viola und Adam schleichen um einander und führen einen heimlichen Rosenkrieg. Es entwickelt sich ein raffiniertes Katz-und-Maus-Spiel, das nicht nur enorm fesselnd ist, sondern durch den versteckten Hass hinter liebevollen Worten zudem äußerst unterhaltsam und amüsant zu lesen ist. Bei diesem originellen Plot braucht es kein Blut oder Effekthascherei für Spannung der Extraklasse.





