Kate lebt mit ihrem Ehemann Jack seit Jahrzehnten den Traum gut situierter Großstädter. Doch als eine Serie zum Megahit wird, verwandelt sich ihr Leben in einen Albtraum. Denn „Betrug“ verhandelt intime Details ihrer eigenen Ehe. Kate will herausfinden, wer versucht, ihr Leben zu zerstören. Und warum. Phoebe ist die begehrteste junge Autorin der Stadt. Ihre Streaming-Serie bricht mit Tabus, ist amoral und voyeuristisch und trifft damit den Nerv der Zeit. Doch auf dem Höhepunkt ihres Erfolges scheint ihr privates Glück mit einem Mal zu kippen.
Rezension:
Kate ist drei Jahrzehnte mit ihrem Ehemann Jack glücklich verheiratet, bis sie eine Netflix-Serie dazu bringt, ihre Ehe in Frage zu stellen. In der Serie werden Details ihrer Beziehung zu Jack verarbeitet, die nur sie beide kennen können. Kate ist wie vor den Kopf gestoßen und muss herausfinden, wer hier wen verraten hat.
Phoebe ist eine scharfzüngige Drehbuchautorin, deren prickelnde Serie zu einem Streaming-Hit avanciert ist. Privat versucht sie sich endlich gegen ihre narzisstische Mutter durchzusetzen, die sie verbittert vom eigenen Schicksal drangsaliert.
Der Roman wird aus den Perspektiven von Kate und Phoebe geschildert und gibt damit Einblicke in das Leben gut situierter Babyboomer sowie einer Millennial aus einer dysfunktionalen Familie. Daneben gibt es Szenen aus der Serie und den intimen Gesprächen des Ehepaares.
Die Geschichte ist bitterböse und durch Offenbarungen über die Charaktere wendungsreich. Beide Frauen verfolgen in dieser Geschichte einen perfiden Plan, was für anhaltende Spannung sorgt. Rückblenden in die Vergangenheit geben Aufschluss über die Ursachen des Konflikts, wobei sich die Zusammenhänge erst allmählich erschließen.
Als diese jedoch klar sind, zieht sich der Roman im letzten Drittel arg in die Länge, führt Detail aus, die nicht zwingend notwendig sind und lässt andere Aspekte weg, die die Strategien der beiden Frauen mit moralisch fragwürdigen Motiven offen lassen.
Auch wenn sich die Spannung nicht bis zum Ende halten kann und ein offenes Duell der beiden Kontrahentinnen fehlt, ist "Das habe ich wegen dir getan" ein Roman, der von Skrupellosigkeit, Rachegelüsten und Selbstgerechtigkeit zeugt und eine zeitlose Thematik mit modernen Elementen verknüpft.





