Maria hat die halbe Welt bereist und nie ein Abenteuer ausgelassen. Dass sie ausgerechnet auf einer kleinen Nordseeinsel ihr Glück finden würde, wäre ihr im Traum nicht eingefallen. Doch sie liebt ihr Leben auf Norderney, ihr kleines Strandcafé und vor allem ihre Familie: ihren Freund Simon und die Töchter Morlen und Hannah. Ihr Leben ist randvoll, für Probleme bleibt da keine Zeit. Bis Simon aus dem gemeinsamen Alltag ausbricht und mit Hannah verreist. Plötzlich hat Maria wieder Zeit für sich selbst. Und mit der Zeit kommen die Fragen. Steckt in ihr noch die alte Abenteurerin? Ist sie eine andere geworden? Und wo gehört sie wirklich hin?
Rezension:
Maria ist als junge Frau durch die Welt gereist und hätte sich nie vorstellen können, dass sie einmal sesshaft wird. Durch die Erkrankung ihrer Mutter kam sie zurück nach Norderney, wo sie sich mit einem kleinen Café am Strand selbstständig gemacht hat und Mutter zweier Töchter ist. Von Morlens Vater lebt sie getrennt und ist seit drei Jahren mit dem Surflehrer Simon zusammen, mit dem sie die gemeinsame Tochter Hannah hat. Maria ist glücklich und liebt ihre Patchworkfamilie.
Doch im Sommer häufen sich die Probleme, als die ältere Tochter immer schwieriger wird, kostspielige Reparaturen an ihrem Café notwendig sind und Maria entscheiden müsste, was sie mit dem Haus ihrer inzwischen verstorbenen Mutter machen soll. Ausgerechnet dann eröffnet ihr Simon, dass er eine Auszeit braucht und vier Wochen Elternzeit zusammen mit Hannah unterwegs im Camper verbringen möchte.
Während Maria die freie Zeit nutzt, um das Haus ihrer Mutter zu entrümpeln, vermisst sie nicht nur Simon und Hannah schmerzhaft, sondern findet auch noch Aufzeichnungen ihrer Mutter, wodurch sie mehr über ihren Vater erfährt, über den Iris so beharrlich geschwiegen hatte.
Der Roman wird aus der Ich-Perspektive von Maria geschildert, die als Nebenfigur aus "Sterne sieht man nur im Dunkeln" bekannt ist und nun in den Mittelpunkt rückt.
Maria ist als junge Frau durch die Welt gereist und hätte sich nie vorstellen können, dass sie einmal sesshaft wird. Durch die Erkrankung ihrer Mutter kam sie zurück nach Norderney, wo sie sich mit einem kleinen Café am Strand selbstständig gemacht hat und Mutter zweier Töchter ist. Von Morlens Vater lebt sie getrennt und ist seit drei Jahren mit dem Surflehrer Simon zusammen, mit dem sie die gemeinsame Tochter Hannah hat. Maria ist glücklich und liebt ihre Patchworkfamilie.
Doch im Sommer häufen sich die Probleme, als die ältere Tochter immer schwieriger wird, kostspielige Reparaturen an ihrem Café notwendig sind und Maria entscheiden müsste, was sie mit dem Haus ihrer inzwischen verstorbenen Mutter machen soll. Ausgerechnet dann eröffnet ihr Simon, dass er eine Auszeit braucht und vier Wochen Elternzeit zusammen mit Hannah unterwegs im Camper verbringen möchte.
Während Maria die freie Zeit nutzt, um das Haus ihrer Mutter zu entrümpeln, vermisst sie nicht nur Simon und Hannah schmerzhaft, sondern findet auch noch Aufzeichnungen ihrer Mutter, wodurch sie mehr über ihren Vater erfährt, über den Iris so beharrlich geschwiegen hatte.
Der Roman wird aus der Ich-Perspektive von Maria geschildert, die als Nebenfigur aus "Sterne sieht man nur im Dunkeln" bekannt ist und nun in den Mittelpunkt rückt.
In dem Sommer hat Maria mit großen Herausforderungen zu kämpfen, mit dem Alltagschaos, den Sorgen um die Existenzgrundlage, aber auch mit den Geistern der Vergangenheit. Trotz der vielfältigen Probleme ist die Geschichte ein schwereloser Sommerroman mit rauem Inselfeeling, bei dem man den Wind in den Haaren und den Sand unter den Füßen spüren kann. Gerade das Leben auf einer überschaubaren Insel vermittelt ein enges Gemeinschaftsgefühl. Familie, Freundschaft und Nachbarschaft sorgen für gegenseitige Unterstützung und Verlässlichkeit.
Die Geschichte ist vielseitig und unterhaltsam, voller Lebensfreude und weckt Abenteuerlust. Maria hat ein sonniges Gemüt und ein einnehmendes Wesen, mit dem sie die Menschen für sich gewinnt. Sie ist jedoch auch unkonventionell, impulsiv und wählt nicht immer den einfachsten Weg.
Der Roman handelt vom Wunsch nach Freiheit, von Sehnsucht nach Weite und Meer und der Herausforderung, diesen Drang nach Freiheit mit dem Alltag aus Familie und Arbeit in Einklang zu bringen. Es geht um Lebensträume, Loslassen können, Liebe und Vertrauen - emotionale und ernste Themen, die realitätsnah und empathisch dargestellt werden und mit dem Inselsetting auf Norderney einen passenden atmosphärischen, sommerlichen Rahmen erhalten.
"Über dem Meer tanzt das Licht" ist kein Teil einer klassischen Buchreihe, denn bei allen Romanen von Meike Werkmeister handelt es sich um eigenständige Geschichten. Mit den Querverbindungen können jedoch die Entwicklungen der Protagonisten nachvollzogen werden. So gibt es in "Über den Wolken wohnen die Träume" ein Wiedersehen mit Morlen, die inzwischen 17 Jahre alt ist und als Au-pair nach Kalifornien geht.





