Als Siebzehnjährige verliebt sich Beth in den schönen und klugen Gabriel. Am Ende eines leidenschaftlichen, flirrenden Sommers jedoch zerbricht ihr Glück. 13 Jahre später lebt Beth glücklich mit ihrem Mann auf einer Farm. Sie kümmern sich aufopferungsvoll um Land und Tiere und genießen ihre noch immer große Liebe. Doch dann kehrt Gabriel mit seinem Sohn Leo in das Dorf zurück und reißt alte Wunden auf. Beth hat einen Sohn verloren – damals war er so alt, wie Leo jetzt. Ihre Gefühle brechen mit Wucht über sie herein, und sie trifft eine Entscheidung, die verheerende Folgen hat. Ein Mensch wird sterben, und ein anderer wird dafür büßen. Doch wer wirklich die Schuld trägt, bleibt bis zum Schluss das große Geheimnis dieses herausragenden Romans.
Rezension:
Beth entscheidet sich, nicht wie geplant in Oxford zu studieren, und wird von dem zuverlässigen, liebevollen Farmer Frank aufgefangen, mit dem sie zur Schule gegangen ist und der sie schon immer von Weitem angehimmelt hat. Nach einer frühen Heirat ist ihr Glück bald mit Sohn Bobby komplett. Sein Unfalltod im Alter von neun Jahren wird zu einer Belastungsprobe für die Ehe, doch zwei Jahre später haben sie ihr Leben wieder in geordnete Bahnen gebracht und freuen sich auf die Hochzeit von Franks Bruder Jimmy.
Im selben Sommer kehrt der inzwischen gefeierte Autor Gabriel mit seinem Sohn Leo zurück in das zur Farm benachbarte Herrenhaus. Beth fühlt sich durch Leo unweigerlich an ihren eigenen Sohn erinnert und hilft ihm, sich in der für ihn neuen Umgebung einzuleben. Beth spielt mit dem Feuer, denn sie hat nach wie vor leidenschaftliche Gefühle für Gabriel. Frank spürt, dass das Feuer zwischen den beiden längst nicht erloschen ist und auch im Dorf machen sich Gerüchte über eine Affäre breit.
Der Roman handelt auf mehreren Zeitebenen und wird aus der Perspektive von Beth erzählt. Sie blickt zurück auf ein "früher", beginnend mit dem Sommer 1955 und schildert die gegenwärtigen Ereignisse im Sommer 1968, dessen Folgen in einem Mordprozess im September 1969 gipfeln.
"Wie Risse in der Erde" ist eine Liebesgeschichte voller Leidenschaft und widerstreitender Gefühle und ein Familiendrama, das sich so spannend und wendungsreich wie ein Thriller entwickelt. Der Roman ist raffiniert konstruiert und mit nahbaren, liebenswerten, aber gleichzeitig fehlerhaften Charakteren versehen, deren Handeln einen fatalen Ausgang erahnen lassen.
Von Anbeginn entsteht ein beklemmendes Gefühl, denn in Bezug auf beide Zeitebenen ist offensichtlich, dass die Ereignisse jeweils auf eine Katastrophe zusteuern.
Die Darstellung ist zeitgemäß zum Leben in den 1950er- und 1960er-Jahren und vermittelt anschaulich das Leben auf einer Farm. Auch die Gefühle der Charaktere sind jederzeit nachvollziehbar. Verlangen, Sehnsucht und Leidenschaft, Liebe und Schmerz, aber auch eine niederdrückende Schuld durchziehen den gesamten Roman. Die Erzählung ist facettenreich und beschränkt sich nicht auf die romantische Liebe. Es geht auch um die Liebe zur Familie, insbesondere zu seinen Kindern und Geschwistern.
Die Geschichte ist mitreißend und temporeich und zeigt eindrucksvoll, was Menschen aus Liebe tun. Die Protagonisten machen Fehler und das wissen sie auch, rechnen jedoch nicht mit einem tödlichen Ende. Trotz mehrerer Tragödien, die die Leben verändern, ist der durchgängig fesselnde Roman hoffnungsvoll und versöhnlich. Liebe kann zerstörerisch sein und Menschen verletzen, kann aber auch heilsam sein und Vergebung ermöglichen und damit der Schlüssel zu einem Neuanfang sein.
Die Darstellung ist zeitgemäß zum Leben in den 1950er- und 1960er-Jahren und vermittelt anschaulich das Leben auf einer Farm. Auch die Gefühle der Charaktere sind jederzeit nachvollziehbar. Verlangen, Sehnsucht und Leidenschaft, Liebe und Schmerz, aber auch eine niederdrückende Schuld durchziehen den gesamten Roman. Die Erzählung ist facettenreich und beschränkt sich nicht auf die romantische Liebe. Es geht auch um die Liebe zur Familie, insbesondere zu seinen Kindern und Geschwistern.
Die Geschichte ist mitreißend und temporeich und zeigt eindrucksvoll, was Menschen aus Liebe tun. Die Protagonisten machen Fehler und das wissen sie auch, rechnen jedoch nicht mit einem tödlichen Ende. Trotz mehrerer Tragödien, die die Leben verändern, ist der durchgängig fesselnde Roman hoffnungsvoll und versöhnlich. Liebe kann zerstörerisch sein und Menschen verletzen, kann aber auch heilsam sein und Vergebung ermöglichen und damit der Schlüssel zu einem Neuanfang sein.